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Beslan in Erinnerung!

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Beslan in Erinnerung!

Beitrag von Baruch am Do Sep 04, 2014 6:05 pm

Beslan 04.09.2004 ~ Seelentausch


Hier eine Geschichte, die sich tatsächlich so zugetragen hat, und für die es auch mehrere Zeugen gibt!


Mama berichtet: Es war die Nacht vom 4. Sept 2004. In Beslan/Russland wurde eine Schule von Terroristen unter Kontrolle gebracht und an die 1000 Schüler samt Eltern und Lehrer in einer Turnhalle mehrere Tage ohne Versorgung zu Geiseln genommen. Die Terroristen hatten Bomben mit Selbstzündern über den Köpfen installiert, für den Fall dass die Schule gestürmt wird. Genau das ist auch geschehen und es gab über 300 Tode bei dem Versuch die Geiseln zu befreien, darunter sehr viele Kinder. In der Nacht nach der Erstürmung der Schule bin ich plötzlich aufgewacht, weil ich  im Kinderzimmer etwas gehört hatte und war irritiert an dem extrem süßlich verwesenden Geruch, der seltsamerweise in jedem Raum wahrnehmbar war. Ich ging in das Kinderzimmer, meines Sohns. Er war wach, und rief nach mir, aber außer Mama konnte ich nichts weiter verstehen, denn er redete in einer Sprache, die wie Russisch klang, aber kein richtiges Russisch war. Ich dachte sofort an jene Schule, warum, weiß ich nicht - aber ich wusste es, genauso wie ich wusste, das es nicht mein Kind war, das jetzt bei mir ist! Ich versuchte ihn zu trösten auch wenn ich nicht ein Wort verstanden habe und wenigstens für ihn da zu sein, aber im gleichen Augenblick war es entsetzen und ich betete, das mein Sohn wieder zurück kommen möge. Er schlief dann ein und ich ging wieder ins Bett und konnte trotz dieses Gestankes schlafen. Morgens musste er in den Kindergarten, und ich dachte eigentlich, das war nur ein schlechter Traum, doch der Geruch war immer noch da und ich hab mit ihm geredet - er schien auch verstanden zu haben, das er aufstehen soll und jetzt in den Kindergarten gehen muß, aber er hat kaum ein Wort gesprochen, und wenn war es nicht zu verstehen. Ich hatte ihn dann in den Kindergarten gebracht und wollte der Ursache dieses Geruches auf den Grund gehen. Doch da war Nichts zu finden. So plötzlich wie gekommen, war der Gestank gegen Mittag wieder weg. Als ich dann meinen Sohn aus dem Kindergarten abgeholt hatte, bat mich die Erzieherin, um ein kurzes Gespräch und fragte mich, ob er noch eine andere Sprache spreche, denn er hat sich bis zum Mittagessen nicht normal verhalten. Wenn er mal was gesagt hat, dann hat ihn keiner verstanden, bis auf sein Freund. (seine Eltern sind aus Georgien) Er war der Einzige, der immer wusste, was er wollte. Aber die Erzieherin dachte, da sie die besten Freunde waren, hat er nebenbei auch die Sprache gelernt und fragte, ob er das zu Hause auch schon mal gemacht hat, denn als es um’s Mittagessen ging, war der wilde Bengel, der jegliches Essen verweigert, plötzlich wieder da.

Ich war erleichtert, das ich meinen Sohn wieder hatte, aber auch schockiert, denn offenbar hatte er die Seele mit jenen Jungen getauscht und die Schmerzen auf sich genommen, die dem Jungen hier erspart geblieben sind. Das war Solidarität, aber wie soll man damit umgehen? Es gibt Dinge, die wir manchmal nicht erfassen können, doch sind sie Wirklichkeit!



Woran ich mich noch erinnere: Ein Krankenhausbett, vorne abgerundetes Metall von Sonnenlicht beleuchtet, mit einem Großen Plüschtier das am Bettrand auf der Decke saß. Ich glaube es war was Graues. Die Schmerzen zum Schreien aber keine Bewegung war möglich. Alle Erinnerungen von Reisen davor sind seit dem weg. Selbst bei Fotos von Orten wo ich schon gewesen war, kann ich mich nicht mehr daran erinnern.


Heute nach 10 Jahren soll diese wahre Geschichte eine Erinnerung an die Hoffnung der Abwendung von Leid sein, für die Kinder von Beslan und ihre Eltern.

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