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Religiöse Radikale - orthodoxe Auswirkungen

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Religiöse Radikale - orthodoxe Auswirkungen

Beitrag von Admin am Mo Okt 31, 2011 1:48 am

Armee der Männer
Von Noemi Darom

Im Zuge der Euphorie über die Freilassung Gilad Shalits haben wir viel über die "Armee des Volkes" gehört, deren Soldaten "unsere Kinder" seien. Doch nach weniger als einer Woche schon stellt sich heraus, dass, wie es in problematischen Familien vorkommt, es Söhne gibt, die mehr und Töchter, die weniger geliebt werden.

Am Sonntag hat Anshil Pepper in "Haaretz" berichtet, dass um die hundert Soldatinnen die offizielle Veranstaltung der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) zu Simchat Thora verlassen haben, nachdem sie von religiösen Offizieren dazu gedrängt worden waren, in einen eingezäunten Bereich zu wechseln, der von dem zentralen Veranstaltungsort abgetrennt war. Der Befehlshaber der Gaza-Division und der Oberrabbiner, so stand es in der Nachricht, waren bei der Veranstaltung anwesend und haben sich nicht eingemischt.

Der Vorfall an Simchat Thora ist ein weiterer Schritt in der fortdauernden Geschichte der religiösen Radikalisierung bei ZAHAL. In schlechter Erinnerung geblieben ist der Vorfall, bei dem Offiziersanwärter eine Zeremonie wegen des Gesangs von Frauen verließen. Doch zumindest wurden damals die Kadetten aus dem Kurs entfernt. Das Schweigen des Befehlshabers der Gaza-Division und des Oberrabbiners scheint allerdings auf eine stillschweigende Zustimmung oder einen mangelnden Willen hinzudeuten, vor anderen Offizieren Stellung zu beziehen – und vor allem darauf, dass sie sich nicht verpflichtet fühlten, sich einzumischen. In anderen Worten, die Abschiebung von Soldatinnen in einen abgetrennten Bereich erschien ihnen als normativer Schritt. Die verletzten Soldatinnen mussten ihren Krieg allein ausfechten.

Und während die Armee ihre Soldatinnen ausschließt, unternimmt sie große Anstrengungen, einen anderen Teil der Gesellschaft an sich heranzuführen – die Orthodoxen. Für sie werden besondere Programme geschaffen, die ihrem Glauben entsprechen, und alles nur, um ihnen den Militärdienst ans Herz zu legen. All diesen Programmen ist gemeinsam, dass auch hier Frauen der Zutritt verwehrt ist. In anderen Worten: ZAHAL tut alles, um ja niemanden zu verletzen – solange man ein Mann ist. Ist man eine Frau, dann wird der Kommandant nicht zögern, einen für die Einheit des Volkes zu opfern.

Hierin reflektiert ZAHAL natürlich den Staat – dem sie dient, einen Staat, der einen schnellen Prozess der religiösen Radikalisierung durchläuft und in dem mehr und mehr Räume, angefangen bei bestimmten Buslinien und bis hin zu Bürgersteigen, einer Gender-Trennung unterliegen. Wenn diese dunklen Normen auch für die scheinbar säkulare "Armee des Volkes" zutreffen, dann ist das eine gefährliche Entwicklung. ZAHAL war noch nie für ihre Gleichberechtigung bekannt. Doch sogar zu der Zeit, als Ezer Weizman Alice Miller erklärte, sie könne nicht Kampf-Pilotin werden, da Männer ja schließlich auch keine Strümpfe häkelten, wurden Frauen nicht in abgetrennte Frauen-Bereiche abgeschoben.

ZAHAL ist eine der wenigen Inseln des Konsens, die uns geblieben sind: Mehr als durch Gehorsam und Gesetz bezieht sie ihre Kraft aus einer breiten gesellschaftlichen Solidarität. Im Namen dieser Solidarität bezeichnen wir alle die Soldaten als "unsere Kinder", in ihrem Namen sind Eltern bereit, ihre Kinder zu einem gefährlichen Militärdienst zu schicken, junge Männer und Frauen sind bereit, zwei oder drei Jahre der Armee zu widmen, und ein ganzes Land mobilisiert sich, um einen entführten Soldaten nach Hause zu holen.

Doch wenn die Armee ihre Soldatinnen wie Bürgerinnen zweiter Klasse behandelt, wieso sollten sie sich ihr dann noch verpflichtet fühlen? Schließlich verbringen die meisten von ihnen ihren Militärdienst ohnehin gelangweilt in Büros oder auf Posten, die ihnen im späteren Leben nichts bringen werden, während sie die noch verbleibenden Tage bis zum Ende ihres Dienstes zählen. Es scheint schon besser, sich vom Wehrdienst befreien zu lassen (und heute gibt es genug Wege, dies zu tun) und sein Leben weiterzuleben.

Nein, das kann man dann nicht mehr als Drückebergerei bezeichnen. Wer sich wirklich drückt, ist die Führung der Armee und des Militärrabbinats, die ängstlich und schweigend mit einer Diskriminierung gemeinsame Sache machen, die in einem demokratischen Staat keinen Platz hat. Die Bewahrung dieses Konsens in Zusammenhang mit der sich immer stärker in verschiedene Bevölkerungsgruppen aufspaltenden Armee ist eine komplizierte und wichtige Aufgabe – doch es kann nicht sein, dass dies auf Kosten der Frauenrechte geschieht.

Der Oberste Befehlshaber Benny Gantz muss unverzüglich und konsequent gegen diese Unsitte vorgehen. Er muss sich eindeutig gegen die Geschlechtertrennung und die Diskriminierung von Soldatinnen äußern, schwerwiegende Sanktionen gegen jeden aussprechen, der sie in einem Frauenabteil einsperren möchte. Er muss den Soldatinnen ihre Würde wiedergeben oder die Wehrpflicht für Frauen abschaffen. Sie haben im zivilen Leben Besseres zu tun.
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Re: Religiöse Radikale - orthodoxe Auswirkungen

Beitrag von Admin am Fr Jan 31, 2014 9:05 pm

Politik und Privatleben: Verbotene Liebe

Ein Kommentar von Erich Follath - Spiegel Online

Von wegen Privatleben: Der Sohn eines Premiers hat sich verliebt, und die Konservativen im Land gehen auf die Barrikaden. Falsche Nationalität - und falsche Rasse! Eine Reaktion, wie sie in keinem auch nur einigermaßen liberalen Land denkbar wäre.

Der Sohn des israelischen Premiers hat sich in eine Norwegerin verliebt. Benjamin Netanjahu hat die Liaison von Jair Netanjahu, 23, mit Sandra Leikanger, 25, aus Grimstad vor zwei Wochen bei einem Staatsbesuch selbst öffentlich gemacht. Die junge Dame studiert derzeit am Interdisziplinären Zentrum in Herzlija, einer Privatuniversität; er forscht an der Hebräischen Universität. Sie machten gemeinsam Urlaub.

Nicht alle sind meschugge geworden

Jetzt allerdings verlangt Rabbi Nissim Zeev, der Parlamentsabgeordnete der ultraorthodoxen Shas-Partei - sie errang 2013 fast neun Prozent der Stimmen - die Trennung der jungen Menschen genau mit dem obigen Wortlaut, Netanjahu müsse "nationale Verantwortung" zeigen, seinen Sohn zur Vernunft bringen. Und auch das Zitat des jüdischen Interessenverbandes "Lehava" ist seitenverkehrt aufs Wort korrekt: Lehava kämpft gegen die "Assimilation im Heiligen Land" und kritisiert, Israels Premier "legitimiere die Zerstörung des Volkes". Ein etwaiges Kind des gemischtrassigen Paares könne ja gar nicht jüdisch sein, dazu bedürfe es einer jüdischen Mutter.

Und der Schwager des Premiers setzte noch eins drauf. In einem Interview erklärte Chagai Ben-Artz: "Jair Netanjahu sollte wissen, dass er, wenn er die Beziehung nicht abbricht, auf das Grab seines Großvaters spuckt."

Dass der junge Mann allzu sehr in Richtung Liberalität abdriftet, ist dabei gar nicht einmal zu befürchten: Terror habe "eine Religion, und die heißt Islam", sagte er kürzlich, und er hoffe, dass es "niemals einen palästinensischen Staat geben" werde. Warum Vater Benjamin Netanjahu, sonst stets bemüht, auch den Radikalen zu gefallen, sich freiwillig mit seiner Freude über die Norwegerin so exponiert hat, lässt sich nur vermuten. Vielleicht liegt es daran, dass die zweite Frau des heutigen Premiers selbst eine aus Großbritannien stammende Protestantin war. Sie konvertierte zum Judentum, was der Ehe allerdings wenig half: Nach drei Jahren ließen sich die beiden scheiden.

Vorgestern überraschte dann eine neue Entwicklung die Menschen zwischen Tromsø und Tel Aviv: Vater Netanjahu erklärt, sein Sohn sei gar nicht mit Fräulein Sandra aus dem fremden Norden zusammen, jedenfalls nicht so richtig: Die beiden seien nur durchs Studium platonisch-freundschaftlich verbunden. Ein erzwungenes Ende einer verbotenen Liebe? Ein nichtjüdischer Enkel im Haus Netanjahu abgewendet?

Es spricht für Israel, dass nicht alle meschugge geworden sind. Die Großzahl der Menschen im jüdischen Staat mit seinen arabischstämmigen Mitbürgern verfolgt die Debatte mit Kopfschütteln. Und auch mit ein wenig Scham.

Kinder Israel sind alle Nachkommen von Juden, auch wenn sie keine jüdische Mutter haben!

Es zeigt wie sehr das rabbinische orthodoxe Judentum die eigenen Gesetze der Halacha über das Gesetz der Torah zu stellen beabsichtigt. Doch Abrahams - Isaaks - Jakobs Nachkommen sind Israel, und die sind alle Männlich! Wenn das Mannsbild Jair also ein Norwegisches Mädchen liebt, sind ihre Kinder ganz sicher auch Kinder Israels. Woher nehmen denn die Rabbis überhaupt das Wissen über Norweger? Diese haben bereits schon im Namen das Licht! N-Or-Weger, kommt sicher von den arabisch phönizischen See-Handelswegen zum Nordlicht. Gefunden werden übrigens in den sogenannten Wickingerstädten immer mehr orientalische Kleidungsstücke und jede Menge arabische Münzen. Die angeblichen Barbaren sahen in Wahrheit sehr orientalisch aus, und die Leuchtfeuer finden sich rund um das römische Reich, eingekesselt und umzingelt von den jüdisch-arabischen Aufständischen, die mit Lichtfunken sich über die weiten Entfernungen verständigten. Dort an den Küsten von Schma-Land dem heutigen Schweden befanden sich die Ostsee Rückzugsgebiete, wo die Römer erst durch den Deutschen Wald stampfen mußten um das zu erreichen. Und wo Handel getrieben wird sind Juden immer zur Stelle, und nicht weit weg! Wie warscheinlich ist es also das Jairs Freundin selbst ein Kind Israels ist, es aber nur nicht weiß? Doch Gott bestimmt das, und deswegen hat sie zurückgefunden den Weg nach Israel, und studiert dort auch ihr Volk.  Very Happy 
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Re: Religiöse Radikale - orthodoxe Auswirkungen

Beitrag von Ali am Sa Feb 01, 2014 1:05 am

Was Gott zusammengeführt hat, soll der Mensch nicht trennen!

Meine Söhne haben das Recht in Liebe zu Leben! Auch wenn es bedeutet nicht nur eine Frau zu lieben, wie Jacob, um eine Frau zu entlasten, reicht dem Mann der Frieden. Und sie können frei bestimmen über ihre Liebe.  Wink  
Schabbat Schalom!


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